Vielleicht kennst du dieses Gefühl, ständig „an“ zu sein?
Du wachst morgens auf und bist gedanklich bereits bei deiner vollen To-Do Liste. Noch bevor du richtig im Tag angekommen bist, läuft dein Kopf auf Hochtouren. Termine, Verpflichtungen, Gedanken, Erwartungen und das ständige Gedankenkarussell. Selbst wenn du abends endlich im Bett liegst, fühlt sich dein Inneres oft immer noch angespannt und erschöpft an.
Genau das ist Dauerstress.
Und das Tückische daran ist: Viele merken erst sehr spät, wie sehr sie eigentlich schon über ihre eigenen Grenzen gegangen sind. Weil Dauerstress selten von heute auf morgen entsteht. Er schleicht sich langsam ins Leben ein. Erst fühlt es sich nur nach einer stressigen Phase an und irgendwann wird dieser Zustand plötzlich zum Alltag.
Ich kenne das selbst nur zu gut. Und rückblickend gab es auf meinem Weg einige Dinge, die mich viel länger in diesem Dauerstress gehalten haben, als nötig gewesen wäre. Nicht, weil ich „zu schwach“ war, sondern weil ich bestimmte Dinge einfach nicht besser wusste. Und genau deshalb möchte ich heute mit dir über die drei klassischen Anfängerfehler sprechen, die viele Frauen im Umgang mit Dauerstress machen. Vielleicht erkennst du dich in dem einen oder anderen Punkt wieder. Und vielleicht ist genau das der erste Schritt raus aus dem ständigen Funktionieren.
Wie entsteht Dauerstress eigentlich?
Lass uns kurz ehrlich sein: Stress an sich ist nicht dein Feind. Dein Körper ist dafür gemacht, auf herausfordernde Situationen zu reagieren. Herzschlag rauf, Adrenalin raus, Fokus an. Das ist der sogenannte Eustress, also positiver Stress, der dich innerlich antreibt, Deadlines schaffst und Herausforderungen meisterst.
Das Problem entsteht dann, wenn dieser Zustand nie wirklich endet.
Wenn du morgens aufwachst und dein Kopf schon die To-do-Liste abarbeitet, bevor du überhaupt deinen ersten Kaffee hattest. Wenn du abends im Bett liegst, ohne abschalten zu können und wenn sich dein Wochenende anfühlt wie eine Verlängerung der Arbeitswoche, nur ohne Meetings.
Dauerstress entsteht durch eine Kombination aus äußeren Belastungen wie Beruf, Familie, Finanzen, Beziehungen und den inneren blockierenden Mustern, die wir oft jahrelang mit uns tragen. Perfektionismus. Das Gefühl, nicht Nein sagen zu dürfen. Die Angst, nicht zu genügen. Der Gedanke, alles alleine schaffen zu müssen.
Und ja, das kenne ich aus eigener Erfahrung. Mit Anfang 20 hat mich genau diese Kombination in den Burnout getrieben. Selbstzweifel, tiefe Erschöpfung und das Gefühl, nie gut genug zu sein. Dauerstress war auf jeder Ebene präsent: emotional, mental und körperlich.
Warum ist Dauerstress so schädlich für uns?
Hier kommt ein Moment, der mich damals wirklich aufgeweckt hat: Dauerstress und chronischer Stress gelten laut Forschung als einer der größten Risikofaktoren für Herzerkrankungen, Schlafstörungen, ein geschwächtes Immunsystem, Depressionen und sogar für beschleunigtes Zellaltern. Dein Körper zahlt buchstäblich den Preis dafür, dass dein Kopf nicht zur Ruhe kommt.
Aber mal abseits der großen Gesundheitsschlagzeilen: Was macht Dauerstress mit dir im ganz normalen Alltag?
Er raubt dir die Lebensfreude. An Dingen, die du eigentlich liebst. Am Feierabend, der sich nicht wie Erholung anfühlt. An Momenten mit Menschen, die du gern hast, weil dein Kopf schon wieder woanders ist. Er lässt dich emotionaler reagieren als du es möchtest. Kleiner Auslöser, große Reaktion. Und dann das schlechte Gewissen danach. Er macht dich unproduktiver, obwohl du das Gefühl hast, ständig zu funktionieren. Das Hamsterrad dreht sich schneller, aber du kommst nirgendwo an.
Und du redest dir ein: „Das ist doch normal. Allen geht es so.“
Nein, dieser Satz ist zwar weit verbreitet, aber es ist nicht normal. Und es ist definitiv nicht dein Schicksal.
Wir merken gar nicht mehr richtig, wann wir müde sind, wann uns etwas zu viel wird, wann wir eigentlich eine Pause brauchen. Wir funktionieren einfach weiter und irgendwann meldet sich nicht mehr nur der Kopf, sondern auch unser Körper. Schlafprobleme, Erschöpfung, innere Unruhe, Kopfschmerzen oder das Gefühl, dauerhaft unter Strom zu stehen. All das sind keine Zufälle. Es sind Signale. Deutliche Signale dafür, dass dein ganzes System gerade überlastet ist.
Dauerstress – was hilft wirklich?
Bevor wir zu den drei Anfängerfehlern kommen, möchte ich dir sagen: Es gibt einen Weg raus. Einen echten. Ich habe ihn gefunden, und ich helfe jeden Tag wundervollen Powerfrauen dabei, ihn zu finden.
Gutes Stressmanagement ist nicht das eine große Ding. Es ist die Kombination aus Stressregulation verstehen, Selbstfürsorge als feste Priorität verankern, mit Coaching Tools wirklich in die Umsetzung kommen und lernen, Hilfe anzunehmen und Dinge abzugeben. Letzteres ist für die meisten von uns das Schwerste, ich weiß das. Kontrolle loszulassen und für sich selbst loszugehen fühlt sich gefährlich an, aber ich verspreche dir: Es ist der Beginn von einer wundervollen Reise zu sich selbst.
Und jetzt kommen wir zum Kern dieses Blogartikels. Denn ich hätte all das viel früher tun können, wenn ich diese drei Fehler nicht gemacht hätte.
Die 3 klassischen Anfängerfehler bei Dauerstress
Fehler Nr. 1: Ich dachte, Selbstfürsorge müsste perfekt und zeitaufwendig sein.
Hand aufs Herz: Wenn du das Wort Selbstfürsorge hörst, was siehst du dann vor dir?
Stundenlanges Schaumbad mit Kerzen. Yoga bei Sonnenaufgang. Eine aufwendige Morgenroutine, die aussieht, als hättest du drei Stunden Zeit und kein Kind, keinen Job und keine WhatsApp-Benachrichtigungen.
Genau das dachte ich lange auch. Und weil ich diese Version von Selbstfürsorge nie hingekriegt habe, nicht die perfekte Zeit fand, nicht die perfekte Energie, nicht den perfekten Moment, habe ich sie schlicht und einfach gar nicht gemacht. Und mein Dauerstress? Der blieb.
Das ist Fehler Nummer eins, welcher so weit verbreitet ist. Die meisten Frauen denken Selbstfürsorge müsste perfekt und unglaublich zeitaufwendig sein und scheitern daran, bevor sie überhaupt angefangen haben.
Die Wahrheit ist: Selbstfürsorge ist nicht perfekt. Selbstfürsorge ist das, was dir von Herzen gut tut. Und zwar in dem Rahmen, der DIR möglich ist. Zehn Minuten morgens, in denen du mit deinem Kaffee da sitzt, ohne Handy. Ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause. Drei tiefe Atemzüge, bevor du in den nächsten Call gehst. Abends aufschreiben, was heute gut war und wofür du dankbar bist. Das ist Selbstfürsorge. Unspektakulär, aber unglaublich wirksam und heilsam. Diese vermeintlichen Kleinigkeiten, können dein Gamechanger im Alltagsstress sein.
Falls du dabei Orientierung brauchst, welche Form von Selbstfürsorge wirklich zu dir und deinem Leben passt, dann schau dir gerne meinen Mini Coaching Kurs an: „Entdecke deine innere Kraft – Wie du aus dem Energie-Tief zurück in deine innere Power gelangst.“ Genau darum geht es dort. Keine Perfektion, keine überwältigenden To-dos. Nur du, deine Kraft und ein konkreter Weg zurück zu dir. → Hier geht es zum Kurs
Von Herz zu Herz: Erlaube dir, gut für dich zu sorgen. Du musst dir Selbstfürsorge nicht verdienen. Du darfst sie dir einfach geben.
You got this, Queen!
Fehler Nr. 2: Ich habe meine eigenen Bedürfnisse immer hintenangestellt.
Du kennst bestimmt das Sicherheitsvideo im Flugzeug? Zuerst die eigene Sauerstoffmaske anlegen, dann anderen helfen.
Ich habe jahrelang genau das Gegenteil gemacht.
Zuerst alle anderen, dann der Job, die Erwartungen von außen und irgendwo ganz am Ende der Liste, wenn überhaupt noch Energie übrig war, stand ich. Kein Wunder, dass sich Dauerstress und Erschöpfung irgendwann wie mein Normalzustand anfühlten.
Das Tückische daran ist, dass sich das anfangs sogar gut anfühlt. Du bist hilfsbereit, du bist verlässlich, du funktionierst. Alle sind zufrieden, außer dir.
Und irgendwann, oft ganz schleichend, merkst du, dass du nicht mehr weißt, was du selbst überhaupt brauchst. Was dir gut tu und was du im Leben willst. Du hast so lange nach den Bedürfnissen aller anderen geschaut, dass du deine eigenen verlernt hast zu spüren. Das ist kein Vorwurf, das ist ein Muster. Eines, welches ich nur zu gut kenne. Eines, das ich selbst gelebt habe.
Der Ausstieg aus diesem Muster beginnt mit einer einzigen, ehrlichen Frage: Was brauche ich gerade wirklich?
Und zwar nicht das, was erwartet wird. Nicht was vernünftig wäre. Sondern das, was du tief in dir drin, gerade wirklich brauchst.
Grenzen ziehen ist keine Selbstsucht. Grenzen ziehen ist Selbstrespekt und er ist die Grundlage dafür, dass du deinen Dauerstress langfristig reduzieren und wirklich für andere da sein kannst, ohne dich dabei selbst zu verlieren.
Fehler Nr. 3: Ich habe die Warnsignale meines Körpers viel zu lange ignoriert.
Das ist der Fehler, der mich am meisten Zeit gekostet hat. Und vielleicht der, der auch dir gerade am meisten vertraut vorkommt.
Dein Körper spricht mit dir. Schon die ganze Zeit. Nur hören wir oft nicht hin.
Kopfschmerzen, die immer häufiger werden? Kein Wasser getrunken, sagen wir uns. Verspannungen im Nacken, die nicht weggehen? Ich sitze halt viel am Schreibtisch. Schlaf, der sich trotz acht Stunden nicht nach Erholung anfühlt? Ich brauche einfach mehr Urlaub.
Und so ignorieren wir Signal um Signal. So lange, bis der Körper aufhört zu „flüstern“ und anfängt zu „schreien“. Genau so entsteht aus vorübergehender Erschöpfung echter Dauerstress, der sich festsetzt.
Bei mir hat er irgendwann gestreikt. Nicht auf eine glamouröse Art, sondern auf eine sehr unmissverständliche. Erst dann habe ich wirklich hingehört.
Die Körpersignale bei Dauerstress sind keine Schwäche. Sie sind Information. Sie sagen dir: Hey, hier läuft gerade zu viel. Hier brauche ich Unterstützung. Hier ist etwas aus dem Gleichgewicht geraten. Und gutes Stressmanagement beginnt genau dort: beim ehrlichen Hinhören.
Was du jetzt tun kannst: Fang heute damit an, einmal täglich kurz innezuhalten und ehrlich bei dir einzuchecken. Wie geht es mir körperlich? Wo halte ich Spannung? Was sagt mir mein Bauchgefühl?
Schreib es auf. Nicht im Kopf, auf Papier oder in dein Handy. Das Aufschreiben hat mir unglaublich geholfen, Muster zu erkennen, bevor sie sich festgesetzt haben.
Und wenn du bereit bist, den nächsten Schritt zu gehen, dann hol dir jetzt meinen Mini Coaching Kurs „Entdecke deine innere Kraft – Wie du aus dem Energie-Tief zurück in deine innere Power gelangst.“ Du lernst dort Schritt für Schritt wieder in deine Energie zu kommen. Nicht irgendwann, sondern noch heute. → Starte jetzt 🦋

✍🏼 Journalingfragen für dich
Schnapp dir ein Journal/Notizbuch, nimm dir 5–10 Minuten Zeit und beantworte die folgenden Fragen für dich. Nicht perfekt, nicht „schön formuliert“, sondern einfach echt.
- Was tut mir wirklich gut?
- Was tut mir nicht gut?
- Wann habe ich mich selbst zuletzt wirklich ernst genommen?
- Welche Körpersignale habe ich zuletzt ignoriert?
- Was kann ich ab heute tun, um meinen Energietank wieder zu füllen und meinen Dauerstress zu reduzieren?
Herzensnotiz: Beim Journaln geht es nicht um Perfektionismus, sondern um Ehrlichkeit. Bei der Beantwortung der Fragen gibt es kein richtig oder falsch. Für die Beantwortung der Journalingfragen wünsche ich dir nun ganz viel Ehrlichkeit, Offenheit und Liebe dir selbstgegenüber.
Q&A rund um Dauerstress
Wie erkenne ich, ob ich wirklich unter Dauerstress leide und nicht einfach eine stressige Phase habe?
Eine stressige Phase hat ein Ende. Du siehst das Licht am Ende des Tunnels, du weißt, dass es nach dem Projekt oder nach diesem Monat ruhiger wird. Dauerstress hat dieses Ende nicht mehr. Er fühlt sich an wie dein Normalzustand. Wenn du dich nicht mehr erinnerst, wann du dich zuletzt wirklich erholt hast, ist das ein sehr klares Signal.
Ich weiß, dass ich etwas verändern muss, aber ich finde einfach keine Zeit für Selbstfürsorge. Was soll ich tun?
Das kenne ich. Und ich sage dir jetzt etwas, das vielleicht wehtut: Zeit findet man nicht, man schafft sie. Nicht für alles, aber für das Wichtigste. Und DU bist das Wichtigste. Fang mit fünf Minuten an. Ernsthaft. Fünf Minuten Selbstfürsorge am Tag, nur für dich. Das ist der Einstieg, den du dir erlauben darfst, ohne schlechtes Gewissen.
Kann ich Dauerstress wirklich ohne Hilfe von außen überwinden?
Manche Dinge kann man alleine schaffen, ja. Aber ich war eine sehr lange Zeit der Meinung, ich müsste alles komplett alleine hinkriegen und genau das hat mich in den Burnout geführt. Unterstützung anzunehmen ist keine Schwäche. Es ist eine der mutigsten Entscheidungen, die du treffen kannst. Du musst das nicht alleine durchstehen.
Was hilft sofort bei akutem Dauerstress?
Atmen. Wirklich, ich meine es ernst. Vier Sekunden einatmen, sieben halten, acht ausatmen. Drei Mal hintereinander. Dabei wird das Nervensystem ganz gezielt heruntergefahren und Stress bewusst abgebaut. Zusätzliche Möglichkeiten: raus an die Luft, auch nur kurz. Und aufschreiben, was gerade in deinem Kopf rotiert. Den Gedankenstrudel auf Papier zu bringen, nimmt ihm die Macht. Beides sind einfache, aber kraftvolle Tools für dein Stressmanagement im Alltag.
Wie komme ich langfristig aus dem Dauerstress raus?
Mit Kontinuität und echtem Commitment zu dir selbst. Nicht mit der einen Auszeit, nicht mit dem einen Urlaub. Sondern mit kleinen, regelmäßigen Selbstfürsorge-Ritualen, die du dir selbst nicht mehr wegdiskutierst. Nur einmal zu meditieren, nur einmal zu tanzen, nur einmal einen Podcast zu hören und dann nie wieder, das wird deinen Dauerstress nicht regulieren. Es ist die Regelmäßigkeit, die wirklich wirkt.
Fazit: Dauerstress ist kein unveränderbares Schicksal und jetzt ist vielleicht dein Moment etwas zu verändern
Du weißt jetzt, wie Dauerstress entsteht und warum chronischer Stress sowie Erschöpfung so schädlich für dich sind. Du weißt, welche drei Anfängerfehler beim Stressmanagement dich aufhalten und wie du sie stoppen kannst.
Und jetzt kommt das Wichtigste: Wir verändern fast immer erst dann etwas, wenn es uns nicht gut geht. Wenn der Druck zu groß wird, der Körper streikt und wir nicht mehr können. Aber genau jetzt, in diesem Moment, hast du die Chance, nicht so weit zu gehen. Jetzt kannst du die Entscheidung treffen, die ich mir selbst so sehr gewünscht hätte, früher zu treffen. Die Entscheidung, gut für dich zu sorgen. Nicht irgendwann. Nicht wenn es ruhiger wird, sondern genau Jetzt. In diesem wundervollen Moment.
Denn wenn es dir nicht gut geht, wirst du die schönen Dinge, die das Leben für dich bereithält, gar nicht richtig genießen können.
Eine meiner liebsten Herzens-Affirmationen, die dich vielleicht, ab heute, auf deinem Weg begleiten darf:
Ich bin mutig, ich bin stark und ich sorge gut für mich selbst.
Go for it und erlaube dir, für dich loszugehen.
P.S. Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass sich etwas in dir bewegt hat, dann hör auf dieses Gefühl. Es kanns sich so viel verändern, wenn man aufhört, Dauerstress als Normal zu akzeptieren, und anfängt, wirklich gut für sich zu sorgen. Mein Mini Coaching Kurs „Entdecke deine innere Kraft – Wie du aus dem Energie-Tief zurück in deine innere Power gelangst“ begleitet dich dabei, Schritt für Schritt. → Hier entlang: Zum Mini Coaching Kurs.
Glow up from within,
Deine Tatjana ✨





